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    Wie Angehörige Betroffene besser verstehen können

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Neu im Studien-Radar

Forschung verständlich zusammengefasst – mit Fokus auf Alltag, Diagnose, Therapie und Unterstützung.

Autismus und frühe Diagnostik

Was aktuelle Forschung über frühe Hinweise und bessere Versorgung zeigt.

Masking bei Frauen

Warum Autismus bei Mädchen und Frauen oft später erkannt wird.
Sensorik und Alltag

Neue Erkenntnisse zu Reizverarbeitung und Unterstützung im Alltag.

Alles Wichtige zu Autismus – verständlich erklärt

Was ist Autismus?
Grundlagen, Merkmale und häufige Missverständnisse.
Diagnose – Schritt für Schritt
Vom Verdacht bis zur fachlichen Abklärung.
Kinder & Jugendliche
Frühe Hinweise, Schule, Familie und Alltag.
Autismus im Erwachsenenalter
Spätdiagnose, Beruf, Beziehungen und Selbstverständnis.
Frauen & Masking
Warum Autismus oft übersehen wird.

Reizverarbeitung & Alltag
Sensorik, Überforderung, Routinen und Erholung.
Schule, Ausbildung & Beruf
Unterstützung und Nachteilsausgleich.
Rechte & Unterstützung
Pflegegrad, Eingliederungshilfe und mehr.
FAQ
Kurze Antworten auf häufige Fragen.

Das Autismus-Spektrum – nicht ein Schieberegler, sondern ein Profil

Verständlich erklärt, ohne zu viel Medizinjargon – weil Verstehen der erste Schritt ist.

Frühkindlicher Autismus
Eine früher häufig verwendete Einordnung, heute im Spektrum betrachtet.
Asperger-Syndrom
Historischer Begriff, der weiterhin vielen Menschen zur Orientierung dient.
Hochfunktionaler Autismus
Ein umstrittener Begriff, der oft mehr verdeckt als erklärt.

Atypischer Autismus
Wenn Merkmale anders oder später sichtbar werden.
Das Spektrum als Ganzes
Autismus zeigt sich individuell – in Kommunikation, Wahrnehmung und Alltag.
Komorbide Diagnosen
ADHS, Angst, Depression und weitere Begleitdiagnosen verständlich erklärt.
Verständlich erklärt
Wissenschaftliche Artikel werden zusätzlich leicht verständlich zusammengefasst – erklärt wie für einen guten Freund, nicht wie im Lehrbuch.

Hilfe in deiner Nähe – Schritt für Schritt

Gib deine Region ein und finde Anlaufstellen in deiner Nähe.

Anlaufstellen für Autismus in Deutschland

Hilfe in Ihrer Nähe finden

Suchen Sie nach Autismus-Anlaufstellen in Deutschland – nach Bundesland, Region oder Postleitzahl.

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Checklisten, Leitfäden und Vorlagen – für Arztgespräche, Schule, Pflegegrad und Alltag.

Arztgespräch Checkliste
20 wichtige Fragen für das nächste Gespräch.


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Pflegegrad beantragen
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Schulgespräch Vorbereitung
Eltern-Leitfaden für Schule und Nachteilsausgleich.
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Reizüberlastung Soforthilfe
Plan für Meltdown, Shutdown und akute Überforderung.
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Notfallkarte Autismus
Zum Ausdrucken und Laminieren



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Echte Stimmen – echte Erfahrungen

Betroffene erzählen. Eltern berichten. Lehrer, Arbeitgeber und Freunde kommen zu Wort.

Die Diagnose war kein Ende, sondern der Anfang davon, mich endlich besser zu verstehen.

Mara
Spätdiagnose

Unser Alltag wurde leichter, als wir aufgehört haben, gegen Routinen zu kämpfen.

Thomas
Vater

Ein ruhiger Arbeitsplatz hat mehr verändert als jede gut gemeinte Ermahnung.

Lena
Beruf

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Wie Tiere bei Autismus helfen können

Tiere können Halt geben

Sie ersetzen keine Therapie, können aber Sicherheit, Ruhe und Beziehung ermöglichen.

  • Routinen
  • Körperliche Nähe
  • Stressreduktion
  • Emotionale Verbindung

Tiere können für manche autistische Menschen eine wichtige emotionale Stütze sein. Entscheidend sind passende Rahmenbedingungen, realistische Erwartungen und das Wohl des Tieres.

Therapie-hunde

Unterstützung mit professioneller Begleitung.

Katzen

Ruhige Begleiter und emotionale Anker.

Aquarien

Ruhige Beobachtung und klare Routinen.

Deine Rechte – klar erklärt

Pflegegrad, Schulbegleitung, Eingliederungshilfe und mehr – was dir zusteht und wie du es beantragst.

Pflegegrad beantragen

Voraussetzungen, Ablauf und Vorbereitung.

Schulbe gleitung

Antrag, Begründung und typische Stolpersteine.

Eingliede rungshilfe

Leistungen nach SGB IX verständlich erklärt.

Nachteils ausgleich

Unterstützung in Schule, Ausbildung und Prüfung.

Schwer behinder ten ausweis

GdB, Merkzeichen und Antragstellung.

Wider spruch einlegen

Was tun, wenn ein Antrag abgelehnt wird?

Du weißt nicht, wo du anfangen sollst?

Orientierungshilfe – Pflegegrad-Rechner

Hier kannst du dir, zur leichteren Orientierung den Pflegegrad berechnen lassen

Pflegegrad-Rechner für Autismus

🧩 Pflegegrad-Rechner
für Autismus-Spektrum

Berechnen Sie den voraussichtlichen Pflegegrad anhand der offiziellen 6 Module des Begutachtungsinstruments (§ 15 SGB XI) – mit Erläuterungen speziell für Autismus.

⚠️ Dieser Rechner dient nur zur Orientierung und ersetzt keine professionelle Pflegeberatung oder MDK-Begutachtung. Das Ergebnis ist eine Schätzung auf Basis Ihrer Angaben.
Modul 1 von 6
Vorbereitung
Wen betrifft die Begutachtung?
Einige Angaben zur Person helfen, das Ergebnis richtig einzuordnen.
Für wen wird der Pflegegrad beantragt?
6 Module · ca. 5 Minuten
Modul 1 · Gewichtung: 10 %
Mobilität
Wie selbstständig kann die Person ihre Körperhaltung ändern und sich fortbewegen?
🧩 Autismus-Hinweis: Viele autistische Menschen sind körperlich mobil. Dennoch können motorische Besonderheiten (z.B. Dyspraxie, Koordinationsprobleme) relevant sein. Bitte ehrlich einschätzen.
1.1 Positionswechsel im Bett (Umdrehen, Aufrichten)
1.2 Stabile Sitzposition halten
1.3 Umsetzen (z.B. vom Bett in den Rollstuhl)
1.4 Fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs
1.5 Treppensteigen
Modul 2 · Gewichtung: max. 15 % (zusammen mit Modul 3)
Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
Wie ausgeprägt sind geistige Fähigkeiten und Kommunikation? (0 = vorhanden, 3 = nicht vorhanden)
🧩 Autismus-Hinweis: Dieses Modul ist bei Autismus besonders relevant. Beeinträchtigungen bei Orientierung, Risikoerkennung, Gesprächsführung und Entscheidungsfindung werden hier bewertet. Auch wenn jemand sehr intelligent ist, können diese Fähigkeiten im Alltag eingeschränkt sein.
2.1 Zeitliche Orientierung (Tageszeit, Wochentag, Monat, Jahr)
2.2 Örtliche Orientierung (vertraute / unvertraute Umgebungen)
2.3 Personen aus dem näheren Umfeld erkennen
2.4 Erinnern an wesentliche Ereignisse oder Beobachtungen
2.5 Steuern von mehrschrittigen Alltagshandlungen
(z.B. Kochen, Anziehen planen)
2.6 Treffen von Entscheidungen im Alltag
2.7 Verstehen von Sachverhalten und Informationen
2.8 Erkennen von Risiken und Gefahren
(besonders relevant bei Autismus – oft beeinträchtigt)
2.9 Mitteilen von elementaren Bedürfnissen
2.10 Verstehen von Aufforderungen
(besonders bei nonverbalem Autismus relevant)
2.11 Beteiligen an einem Gespräch
Modul 3 · Gewichtung: max. 15 % (zusammen mit Modul 2)
Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
Wie häufig sind Verhaltensweisen, die personelle Unterstützung erfordern?
🧩 Autismus-Hinweis: Dieses Modul ist für autistische Menschen oft das wichtigste. Motorische Stereotypien, Schreien, Selbstverletzung, Ablehnung von Körperpflege und sozial inadäquates Verhalten können hier hohe Punkte ergeben. Von Modul 2 und 3 wird nur der höhere Wert gerechnet (§15 SGB XI).

Häufigkeit der erforderlichen Unterstützung: Nie/selten = 0 Pkt. | Selten (1–3×/Woche) = 1 Pkt. | Häufig (mehrmals/Woche) = 2 Pkt. | Täglich = 3 Pkt.

3.1 Motorisch geprägte Verhaltensauffälligkeiten
z.B. unkontrolliertes Weglaufen, Hin-/Weglauftendenz, motorische Unruhe, Stereotypien (Schaukeln, Hände flattern)
3.2 Nächtliche Unruhe
Schlafstörungen, nächtliches Schreien, Umkehr Tag-Nacht-Rhythmus
3.3 Selbstschädigendes / autoaggressives Verhalten
Kopfschlagen, Beißen der eigenen Hände, Kratzen, Haareausreißen
3.4 Beschädigen von Gegenständen
3.5 Physisch aggressives Verhalten gegenüber anderen
Schlagen, Beißen, Kratzen, Treten von anderen Personen
3.6 Verbale Aggression / andere vokale Auffälligkeiten
Schreien, lautes Rufen, Beschimpfungen – häufig autismusbedingt bei Überforderung
3.7 Abwehr pflegerischer / unterstützender Maßnahmen
Ablehnung von Körperpflege, Haare waschen, Zähne putzen – typisch bei sensorischer Überempfindlichkeit
3.8 Ängste
Starke Angstreaktionen, die Unterstützung erfordern (z.B. bei Reizüberflutung, Veränderungen, unbekannten Situationen)
3.9 Sozial inadäquate Verhaltensweisen
Enthemmung, fehlende soziale Filterung, für Außenstehende unverständliche Handlungen – häufig autismusbedingt
Modul 4 · Gewichtung: 40 % (höchste Gewichtung!)
Selbstversorgung
Wie selbstständig ist die Person bei Körperpflege, Ernährung und Ausscheiden?
🧩 Autismus-Hinweis: Dieses Modul hat mit 40 % die höchste Gewichtung. Auch wenn jemand körperlich in der Lage wäre, eine Handlung auszuführen – zählt es als „nicht selbstständig“, wenn er dauerhaft Anleitung, Motivierung oder Aufforderung benötigt. Bei Autismus ist genau das häufig der Fall (z.B. beim Zähneputzen oder Duschen).
4.1 Waschen des vorderen Oberkörpers
4.2 Körperpflege im Bereich des Kopfes (Haare, Gesicht, Zähne)
Achtung: Abwehr aufgrund sensorischer Sensibilität → oft unselbstständig
4.3 Waschen des Intimbereichs
4.4 Duschen und Baden (einschließlich Haare waschen)
4.5 An- und Auskleiden des Oberkörpers
4.6 An- und Auskleiden des Unterkörpers
4.7 Essen – mundgerechte Zubereitung und Eingießen
Auch sensorische Essproblem und Nahrungsverweigerung können hier zählen
4.8 Essen – Nahrung zu sich nehmen
4.9 Trinken
4.10 Benutzen einer Toilette / Toilettenstuhl
Modul 5 · Gewichtung: 20 %
Bewältigung therapiebedingter Anforderungen
Wie viel Hilfe wird bei der Bewältigung von Erkrankung, Therapie und Medikamenten benötigt?
🧩 Autismus-Hinweis: Autistische Menschen haben oft intensive Therapiepläne (Ergotherapie, Logopädie, Verhaltenstherapie). Auch die Vorbereitung und Begleitung zu Terminen sowie die Durchführung von Therapieübungen zu Hause fließen hier ein.

Häufigkeit der benötigten Fremdhilfe: Entfällt / selbstständig = 0 | Selten (1–3×/Woche) = ja | Häufig = ja | Täglich = ja

5.1 Einnahme / Anwendung von Medikamenten
5.2 Begleitung zu Arzt- / Therapieterminen
Ergotherapie, Logopädie, KJP-Termine, ADHS-Kontrolltermine etc.
5.3 Durchführung von Therapieübungen zu Hause
Anleitung, Motivation, Unterstützung bei häuslichen Therapieprogrammen
5.4 Messung von Körperzuständen (Blutdruck, Blutzucker etc.)
5.5 Weitere regelmäßige medizinische / therapeutische Maßnahmen
Modul 6 · Gewichtung: 15 %
Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte
Wie selbstständig kann die Person den Alltag strukturieren und soziale Kontakte gestalten?
🧩 Autismus-Hinweis: Dieses Modul ist für viele autistische Menschen das entscheidende. Schwierigkeiten bei der Tagesstrukturierung, beim Tag-Nacht-Rhythmus und in der sozialen Interaktion sind Kernsymptome des Autismus und werden hier direkt bewertet.
6.1 Gestaltung des Tagesablaufs und Anpassen an Veränderungen
Kann die Person Tagesabläufe selbst einteilen und auf Änderungen reagieren? – Oft stark beeinträchtigt bei Autismus (Flexibilität)
6.2 Ruhen und Schlafen (Tag-Nacht-Rhythmus einhalten)
Schlafprobleme sind bei Autismus sehr häufig und gelten als pflegerelevant
6.3 Sinnvolles Gestalten der Freizeit / Interessen nachgehen
6.4 Kontaktpflege zu Bezugspersonen (direkter Umgang)
Kernbereich von Autismus: Umgang mit Angehörigen, Pflegepersonen
6.5 Pflege von Kontakten außerhalb des Haushalts
Freunde, Bekannte, Nachbarn – bei Autismus fast immer eingeschränkt
Ihr Ergebnis

Punkteverteilung nach Modul

Mögliche Leistungen der Pflegeversicherung

💡 Tipps für die MDK-Begutachtung bei Autismus

Schildern Sie den schlechtesten Tag, nicht den Durchschnitt. Der MDK fragt nach dem typischen Bedarf.
Betonen Sie, dass Anleitung, Aufforderung und Motivierung genauso als „Hilfe“ zählen wie körperliche Unterstützung.
Führen Sie vor der Begutachtung ein Pflegetagebuch (min. 1 Woche) und zeigen Sie es dem Gutachter.
Bitten Sie den Gutachter ausdrücklich, die Angehörigen zu befragen – bei Autismus ist das laut MDK-Richtlinien vorgeschrieben.
Legen Sie Arztbriefe, Diagnosen, Therapieberichte und Schulgutachten bereit.
Bei Ablehnung oder zu niedrigem Pflegegrad: Widerspruch lohnt sich – über 70 % der Widersprüche bei Autismus sind erfolgreich.
Kontaktieren Sie den Autismus-Landesverband Ihres Bundeslands für kostenlose Beratung zur Begutachtung.

Fachbegriffe einfach erklärt

Von Stimming bis Neurodiversität – alle wichtigen Begriffe verständlich erklärt.

🧩 Autismus-Glossar

Fachbegriffe einfach erklärt – von A bis Z. Für Betroffene, Eltern und alle, die mehr verstehen möchten.

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77 Begriffe · 10 pro Seite · oder direkt nach Buchstabe filtern
A
ABA-TherapieApplied Behavior Analysis
🌿 Therapie
Früher häufige Verhaltenstherapie – heute bei vielen Autisten stark kritisiert, weil sie Anpassung erzwingt anstatt autistisches Sein zu akzeptieren.
Ableism
🧩 Grundbegriffe
Diskriminierung von behinderten oder neurodivergenten Menschen – bewusst oder unbewusst.
Acceptance vs. Cure
🧩 Grundbegriffe
Akzeptanz des Autismus als Teil der Identität – statt der Suche nach einer „Heilung“.
Accommodations / Anpassungen
🌿 Therapie
Hilfen am Arbeitsplatz, in der Schule oder zu Hause (z. B. Noise-Cancelling-Kopfhörer, flexible Zeiten, ruhiger Arbeitsplatz).
Advocacy
👨‍👩‍👧 Familie
Sich für das Kind, den Partner oder sich selbst einsetzen – z. B. in Schule, Behörden oder beim Arbeitgeber.
Alexithymie
❤️ Emotion
Schwierigkeiten, eigene Gefühle zu erkennen und in Worte zu fassen. „Ich weiß, dass ich etwas fühle – aber ich weiß nicht was.“
AQ (Autism Spectrum Quotient)
📋 Diagnose
Bekannter Selbsttest für Erwachsene – keine Diagnose, aber ein guter erster Hinweis.
AuDHD
🧠 Kognition
Autismus + ADHS gleichzeitig. Beides zusammen kann sowohl verstärken als auch ausgleichen – je nach Situation sehr unterschiedlich.
Autismus-Spektrum-Störung (ASS)
🧩 Grundbegriffe
Oberbegriff für alle Formen von Autismus. „Spektrum“ bedeutet: jeder autistische Mensch ist einzigartig – es gibt kein typisches Bild.
Autistic Burnout
❤️ Emotion
Langfristige totale Erschöpfung durch jahrelanges Masking, Anpassung und Überforderung. Kann sich wie ein Zusammenbruch anfühlen.
A
Autistic Burnout Recovery
🌿 Therapie
Spezielle Erholungsphase mit viel Ruhe, starker Reduzierung von Masking und stabilen Routinen.
Autistic Catatonia
❤️ Emotion
Plötzlich auftretende starke Bewegungsstarre oder ungewöhnliche Bewegungsmuster – ein wenig bekanntes Autismus-Phänomen.
Autistic Inertia
🧠 Kognition
„Ich will, aber mein Körper macht nicht mit.“ Schwierigkeiten, eine Handlung zu starten oder aufzuhören – auch wenn man es möchte.
Autistic Motherhood
♀️ Frauen & Diagnose
Besondere Herausforderungen als autistische Mutter: Sensorik, Routine, Energiemanagement, gesellschaftliche Erwartungen.
Autistic Sisterhood
♀️ Frauen & Diagnose
Bezeichnung für die starke Verbundenheit und gegenseitige Unterstützung unter autistischen Frauen und nicht-binären Personen.
C
Camouflaging / Masking
🔄 Verhalten
Autistisches Verhalten bewusst oder unbewusst verstecken, um „normal“ zu wirken. Kostet enorm viel Energie und führt langfristig zu Burnout.
CAT-QCamouflaging Autistic Traits Questionnaire
📋 Diagnose
Fragebogen speziell zum Masking-Verhalten – besonders relevant bei Frauen und Spätdiagnosen.
Central Coherence
🧠 Kognition
Schwäche des zentralen Zusammenhangs: Man sieht eher Details als das große Ganze. Kann auch eine Stärke sein (z. B. Fehler finden).
D
Differentialdiagnose
📋 Diagnose
Abgrenzung zu anderen Diagnosen wie ADHS, Trauma, Persönlichkeitsstörungen oder Angststörungen – wichtig für eine genaue Einschätzung.
Double Empathy Problem
💬 Kommunikation
Missverständnisse zwischen autistischen und neurotypischen Menschen gehen in beide Richtungen – nicht nur Autisten haben Schwierigkeiten mit NT-Denken.
D
DSM-5Diagnostic and Statistical Manual
🧩 Grundbegriffe
Das amerikanische Diagnose-Handbuch. Seit 2013 wird Autismus als einheitliches Spektrum (ASS) erfasst – ohne Unterteilung in Asperger etc.
E
Echolalie
💬 Kommunikation
Wörter oder Sätze wiederholen – sofort (direkte Echolalie) oder später (verzögerte Echolalie). Kann Kommunikation, Verarbeitung oder Freude ausdrücken.
Executive Dysfunction
🧠 Kognition
Probleme mit Planung, Organisation, Zeitgefühl, Aufgaben beginnen und beenden. „Ich weiß, was ich tun muss – aber ich fange nicht an.“
F
Female Autism Phenotype
♀️ Frauen & Diagnose
Die typische weibliche Ausprägung von Autismus: oft unauffälliger, internalisierter und durch starkes Masking für Außenstehende unsichtbar.
G
Gestalt Language ProcessingGLP
💬 Kommunikation
Sprache wird in ganzen Phrasen oder Sätzen gelernt (z. B. aus Filmen), nicht Wort für Wort. Häufig bei autistischen Menschen.
Greenspace / Recovery Space
👨‍👩‍👧 Familie
Ein sicherer, reizarmer Rückzugsort zu Hause – für autistische Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, um sich zu erholen.
Grief Cycle (Eltern)
👨‍👩‍👧 Familie
Trauerphasen der Eltern nach der Diagnose des Kindes: Schock, Verleugnung, Wut, Trauer, Akzeptanz – kein linearer Prozess.
H
High Support Needs
🧩 Grundbegriffe
Hoher Unterstützungsbedarf im Alltag. Früher mit „schwerem Autismus“ beschrieben – heute werden neuere, weniger wertende Begriffe bevorzugt.
Hormonelle Einflüsse
♀️ Frauen & Diagnose
Viele autistische Frauen berichten von starken Symptomveränderungen in Pubertät, Menstruation, Schwangerschaft oder Wechseljahren.
Hyperfokus
🧠 Kognition
So starke Konzentration auf eine Tätigkeit oder ein Thema, dass alles andere ausgeblendet wird – Zeit, Hunger, Schmerz, Außenwelt.
H
Hypersensitivität
👂 Sensorik
Überempfindlichkeit gegenüber Sinnesreizen: Laute Geräusche tun weh, Berührungen fühlen sich intensiv an, Licht blendet stark.
Hyposensitivität
👂 Sensorik
Unterempfindlichkeit: Man braucht starke Reize, um sie überhaupt zu spüren. Kann sich z. B. als Schmerzunempfindlichkeit zeigen.
I
ICD-11International Classification of Diseases
🧩 Grundbegriffe
Das europäische Diagnose-Handbuch der WHO. Wird in Deutschland für offizielle Diagnosen verwendet.
Identity-First Language
🧩 Grundbegriffe
„Autistische Person“ statt „Person mit Autismus“ – von vielen Autisten bevorzugt, weil Autismus als Teil der Identität gesehen wird.
Infodumping
🔄 Verhalten
Leidenschaftlich und sehr detailliert über ein Lieblingsthema reden – oft ohne zu merken, ob der andere noch zuhört. Ausdruck von Freude, keine Absicht.
Internalisierende Symptome
♀️ Frauen & Diagnose
Statt auffälligem Verhalten nach außen: innere Probleme wie Angst, Depression, Essstörungen oder Zwänge – oft übersehen, besonders bei Mädchen.
Interozeption
👂 Sensorik
Wahrnehmung innerer Körpersignale wie Hunger, Durst, Müdigkeit, Herzschlag oder Emotionen. Bei Autismus oft abgeschwächt oder verändert.
K
Komorbide Störungen
📋 Diagnose
Gleichzeitig vorhandene Diagnosen neben Autismus – z. B. ADHS, Depression, Angststörung, Epilepsie oder Essstörungen.
L
Late Diagnosis / Spätdiagnose
📋 Diagnose
Diagnose erst im Erwachsenenalter (oft mit 30, 40 oder 50+). Sehr häufig bei Frauen und bei Menschen mit starkem Masking.
Level 1, 2, 3Unterstützungsbedarf
🧩 Grundbegriffe
Aktuelle Einstufung im DSM-5: Level 1 = braucht etwas Unterstützung, Level 2 = braucht deutliche Unterstützung, Level 3 = braucht sehr viel Unterstützung.
L
Literalität
💬 Kommunikation
Alles wörtlich nehmen. Sarkasmus, Ironie und Redewendungen wie „Hals- und Beinbruch“ werden oft nicht erkannt.
Low-Demand Approach
🌿 Therapie
Ansatz, bei dem Anforderungen auf ein Minimum reduziert werden – besonders wirksam bei PDA oder Autistic Burnout.
M
Masking / Camouflaging
🔄 Verhalten
Autistisches Verhalten bewusst oder automatisch verstecken, um sozial „normal“ zu wirken. Besonders stark bei Frauen – führt langfristig zu Burnout.
Masking-Effekt in der Diagnostik
📋 Diagnose
Starkes Masking während eines Diagnosetests kann dazu führen, dass die Autismus-Diagnose übersehen wird – besonders bei Erwachsenen.
Meltdown
🔄 Verhalten
Totaler Überlastungs-Zusammenbruch des Nervensystems – Schreien, Weinen, Aggression. Kein Wutanfall, sondern eine Notreaktion auf Überforderung.
Meltdown Management
👨‍👩‍👧 Familie
Strategien, wie Begleitpersonen in Krisen ruhig und unterstützend bleiben: kein Reden, kein Körperkontakt, Raum geben, Reize reduzieren.
Monotropism
🧠 Kognition
Die Aufmerksamkeit ist intensiv auf wenige Dinge gleichzeitig gerichtet. Erklärt Hyperfokus, Special Interests und Schwierigkeiten beim Wechseln.
N
Neuroaffirmativ
🧩 Grundbegriffe
Eine Haltung, die Autismus als natürliche menschliche Variation begreift – nicht als Defizit, das geheilt werden muss.
Neuroaffirmative Therapie
🌿 Therapie
Therapie, die autistische Menschen in ihrem Sein unterstützt, anstatt sie anzupassen. Fokus auf Stärken und Selbstakzeptanz.
Neurodiverse Familie
👨‍👩‍👧 Familie
Eine Familie, in der sowohl autistische/neurodivergente als auch neurotypische Mitglieder leben – mit eigenen Dynamiken und Stärken.
N
Neurodivergenz
🧩 Grundbegriffe
Das Gehirn funktioniert anders als der gesellschaftliche Durchschnitt. Autismus, ADHS, Legasthenie, Dyskalkulie u. a. gehören dazu.
Neurotypisch (NT)
🧩 Grundbegriffe
Menschen, deren Gehirn und Verhalten der gesellschaftlichen „Norm“ entspricht – im Gegensatz zu neurodivergenten Menschen.
P
Parallel Play
🔄 Verhalten
Nebeneinander spielen oder arbeiten, ohne direkt zu interagieren – für viele autistische Menschen eine angenehme Form von Zusammensein.
Parentified Child
👨‍👩‍👧 Familie
Ein Kind, das zu früh Verantwortung für Geschwister oder Eltern übernimmt – kann bei autistischen Kindern die eigene Entwicklung belasten.
Pathological Demand Avoidance (PDA)
❤️ Emotion
Starke, oft angstgetriebene Vermeidung von Anforderungen und Erwartungen – auch von angenehmen Dingen. Eigenes Profil im Autismus-Spektrum.
PECSPicture Exchange Communication System
🌿 Therapie
Bildkommunikationssystem für nicht-sprechende oder wenig sprechende autistische Menschen.
Peer Support
🌿 Therapie
Austausch mit anderen autistischen Menschen – sehr wirksam und entlastend, weil man nicht erklären muss und wirklich verstanden wird.
People Pleasing
♀️ Frauen & Diagnose
Starkes Bedürfnis, es anderen recht zu machen – oft erlerntes Masking, um Konflikte zu vermeiden und soziale Akzeptanz zu sichern.
Post-Diagnostic Support
📋 Diagnose
Unterstützung nach der Diagnose – besonders im Erwachsenenalter sehr wichtig und leider noch zu selten verfügbar.
Propriozeption
👂 Sensorik
Das Gefühl für die eigene Körperposition im Raum. Bei Autismus kann dieses System abweichend funktionieren (z. B. ungeschickter Eindruck).
R
RAADS-RRitvo Autism & Asperger Diagnostic Scale
📋 Diagnose
Häufig verwendeter Fragebogen für die Autismus-Diagnostik bei Erwachsenen.
Rejection Sensitive Dysphoria (RSD)
❤️ Emotion
Extrem starke emotionale Reaktion auf Ablehnung oder Kritik – ob real oder nur gefühlt. Häufig bei AuDHD.
Retrospective Diagnosis
📋 Diagnose
Rückwirkende Betrachtung der Kindheit anhand alter Berichte, Fotos und Erinnerungen – um frühe Muster zu erkennen.
S
Savant-Skills
🧠 Kognition
Außergewöhnliche Fähigkeiten in einem Bereich – z. B. Rechnen, Musik, Gedächtnis oder Zeichnen. Kommen nicht bei allen Autisten vor.
Sensory Diet
👂 Sensorik
Individuelle „Sinnesernährung“: gezielte Reize und Aktivitäten, die helfen, das Nervensystem im Gleichgewicht zu halten.
Sensory Overload
👂 Sensorik
Sinnesüberflutung durch zu viele oder zu intensive Reize – führt oft zu Meltdown oder Shutdown.
Sensory Seeking
👂 Sensorik
Aktives Suchen nach bestimmten Reizen (z. B. Druck, Bewegung, Gerüche), um sich zu regulieren oder zu stimulieren.
Shutdown
🔄 Verhalten
Der Körper „fährt herunter“ – Betroffene werden still, unbeweglich, können nicht sprechen oder reagieren. Kein Rückzug aus Böswilligkeit.
Social Exhaustion
♀️ Frauen & Diagnose
Starke Erschöpfung nach sozialen Interaktionen – auch „peopling“ genannt. Typisch nach Schultag, Arbeitszeit oder Familientreffen.
Special Interest
🔄 Verhalten
Extrem starkes, tiefgehendes Interesse für ein Thema. Kann lebenslang andauern oder sich verändern. Quelle von Freude und Expertise.
S
Spoon Theory
🧠 Kognition
Modell zur Erklärung begrenzter Energie: Jede Handlung kostet „Löffel“ – wer wenig Löffel hat, muss priorisieren.
StimmingSelf-Stimulating Behavior
🔄 Verhalten
Wiederholende Bewegungen, Geräusche oder Handlungen, die beruhigen oder Freude machen – z. B. Hände flattern, schaukeln, summen, kauen.
Subklinischer Autismus
📋 Diagnose
Leichtere Ausprägung, die früher nicht als Autismus erkannt wurde – oft erst im Erwachsenenalter diagnostiziert.
T
TEACCHTreatment and Education of Autistic Children
🌿 Therapie
Strukturierte Förderung mit visuellen Hilfen und klaren Abläufen – besonders bei höherem Unterstützungsbedarf bewährt.
Theory of Mind (ToM)
💬 Kommunikation
Die Fähigkeit, sich in die Gedanken und Gefühle anderer hineinzuversetzen. Bei Autismus oft anders ausgeprägt – nicht fehlend, sondern unterschiedlich.
Twice-Exceptional (2e)
🧩 Grundbegriffe
Autistisch und gleichzeitig hochbegabt oder autistisch mit einer anderen Besonderheit (z. B. ADHS, Hochsensibilität). Oft schwierig zu diagnostizieren.
V
Vestibularsystem
👂 Sensorik
Gleichgewichtssinn: verarbeitet Drehen, Schaukeln, Höhen, Bewegung. Bei Autismus oft über- oder unterempfindlich.
A
ABA-TherapieApplied Behavior Analysis
🌿 Therapie
Früher häufige Verhaltenstherapie – heute bei vielen Autisten stark kritisiert, weil sie Anpassung erzwingt anstatt autistisches Sein zu akzeptieren.
Ableism
🧩 Grundbegriffe
Diskriminierung von behinderten oder neurodivergenten Menschen – bewusst oder unbewusst.
Acceptance vs. Cure
🧩 Grundbegriffe
Akzeptanz des Autismus als Teil der Identität – statt der Suche nach einer „Heilung“.
Accommodations / Anpassungen
🌿 Therapie
Hilfen am Arbeitsplatz, in der Schule oder zu Hause (z. B. Noise-Cancelling-Kopfhörer, flexible Zeiten, ruhiger Arbeitsplatz).
Advocacy
👨‍👩‍👧 Familie
Sich für das Kind, den Partner oder sich selbst einsetzen – z. B. in Schule, Behörden oder beim Arbeitgeber.
Alexithymie
❤️ Emotion
Schwierigkeiten, eigene Gefühle zu erkennen und in Worte zu fassen. „Ich weiß, dass ich etwas fühle – aber ich weiß nicht was.“
AQ (Autism Spectrum Quotient)
📋 Diagnose
Bekannter Selbsttest für Erwachsene – keine Diagnose, aber ein guter erster Hinweis.
AuDHD
🧠 Kognition
Autismus + ADHS gleichzeitig. Beides zusammen kann sowohl verstärken als auch ausgleichen – je nach Situation sehr unterschiedlich.
Autismus-Spektrum-Störung (ASS)
🧩 Grundbegriffe
Oberbegriff für alle Formen von Autismus. „Spektrum“ bedeutet: jeder autistische Mensch ist einzigartig – es gibt kein typisches Bild.
Autistic Burnout
❤️ Emotion
Langfristige totale Erschöpfung durch jahrelanges Masking, Anpassung und Überforderung. Kann sich wie ein Zusammenbruch anfühlen.
Autistic Burnout Recovery
🌿 Therapie
Spezielle Erholungsphase mit viel Ruhe, starker Reduzierung von Masking und stabilen Routinen.
Autistic Catatonia
❤️ Emotion
Plötzlich auftretende starke Bewegungsstarre oder ungewöhnliche Bewegungsmuster – ein wenig bekanntes Autismus-Phänomen.
Autistic Inertia
🧠 Kognition
„Ich will, aber mein Körper macht nicht mit.“ Schwierigkeiten, eine Handlung zu starten oder aufzuhören – auch wenn man es möchte.
Autistic Motherhood
♀️ Frauen & Diagnose
Besondere Herausforderungen als autistische Mutter: Sensorik, Routine, Energiemanagement, gesellschaftliche Erwartungen.
Autistic Sisterhood
♀️ Frauen & Diagnose
Bezeichnung für die starke Verbundenheit und gegenseitige Unterstützung unter autistischen Frauen und nicht-binären Personen.
C
Camouflaging / Masking
🔄 Verhalten
Autistisches Verhalten bewusst oder unbewusst verstecken, um „normal“ zu wirken. Kostet enorm viel Energie und führt langfristig zu Burnout.
CAT-QCamouflaging Autistic Traits Questionnaire
📋 Diagnose
Fragebogen speziell zum Masking-Verhalten – besonders relevant bei Frauen und Spätdiagnosen.
Central Coherence
🧠 Kognition
Schwäche des zentralen Zusammenhangs: Man sieht eher Details als das große Ganze. Kann auch eine Stärke sein (z. B. Fehler finden).
D
Differentialdiagnose
📋 Diagnose
Abgrenzung zu anderen Diagnosen wie ADHS, Trauma, Persönlichkeitsstörungen oder Angststörungen – wichtig für eine genaue Einschätzung.
Double Empathy Problem
💬 Kommunikation
Missverständnisse zwischen autistischen und neurotypischen Menschen gehen in beide Richtungen – nicht nur Autisten haben Schwierigkeiten mit NT-Denken.
DSM-5Diagnostic and Statistical Manual
🧩 Grundbegriffe
Das amerikanische Diagnose-Handbuch. Seit 2013 wird Autismus als einheitliches Spektrum (ASS) erfasst – ohne Unterteilung in Asperger etc.
E
Echolalie
💬 Kommunikation
Wörter oder Sätze wiederholen – sofort (direkte Echolalie) oder später (verzögerte Echolalie). Kann Kommunikation, Verarbeitung oder Freude ausdrücken.
Executive Dysfunction
🧠 Kognition
Probleme mit Planung, Organisation, Zeitgefühl, Aufgaben beginnen und beenden. „Ich weiß, was ich tun muss – aber ich fange nicht an.“
F
Female Autism Phenotype
♀️ Frauen & Diagnose
Die typische weibliche Ausprägung von Autismus: oft unauffälliger, internalisierter und durch starkes Masking für Außenstehende unsichtbar.
G
Gestalt Language ProcessingGLP
💬 Kommunikation
Sprache wird in ganzen Phrasen oder Sätzen gelernt (z. B. aus Filmen), nicht Wort für Wort. Häufig bei autistischen Menschen.
Greenspace / Recovery Space
👨‍👩‍👧 Familie
Ein sicherer, reizarmer Rückzugsort zu Hause – für autistische Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, um sich zu erholen.
Grief Cycle (Eltern)
👨‍👩‍👧 Familie
Trauerphasen der Eltern nach der Diagnose des Kindes: Schock, Verleugnung, Wut, Trauer, Akzeptanz – kein linearer Prozess.
H
High Support Needs
🧩 Grundbegriffe
Hoher Unterstützungsbedarf im Alltag. Früher mit „schwerem Autismus“ beschrieben – heute werden neuere, weniger wertende Begriffe bevorzugt.
Hormonelle Einflüsse
♀️ Frauen & Diagnose
Viele autistische Frauen berichten von starken Symptomveränderungen in Pubertät, Menstruation, Schwangerschaft oder Wechseljahren.
Hyperfokus
🧠 Kognition
So starke Konzentration auf eine Tätigkeit oder ein Thema, dass alles andere ausgeblendet wird – Zeit, Hunger, Schmerz, Außenwelt.
Hypersensitivität
👂 Sensorik
Überempfindlichkeit gegenüber Sinnesreizen: Laute Geräusche tun weh, Berührungen fühlen sich intensiv an, Licht blendet stark.
Hyposensitivität
👂 Sensorik
Unterempfindlichkeit: Man braucht starke Reize, um sie überhaupt zu spüren. Kann sich z. B. als Schmerzunempfindlichkeit zeigen.
I
ICD-11International Classification of Diseases
🧩 Grundbegriffe
Das europäische Diagnose-Handbuch der WHO. Wird in Deutschland für offizielle Diagnosen verwendet.
Identity-First Language
🧩 Grundbegriffe
„Autistische Person“ statt „Person mit Autismus“ – von vielen Autisten bevorzugt, weil Autismus als Teil der Identität gesehen wird.
Infodumping
🔄 Verhalten
Leidenschaftlich und sehr detailliert über ein Lieblingsthema reden – oft ohne zu merken, ob der andere noch zuhört. Ausdruck von Freude, keine Absicht.
Internalisierende Symptome
♀️ Frauen & Diagnose
Statt auffälligem Verhalten nach außen: innere Probleme wie Angst, Depression, Essstörungen oder Zwänge – oft übersehen, besonders bei Mädchen.
Interozeption
👂 Sensorik
Wahrnehmung innerer Körpersignale wie Hunger, Durst, Müdigkeit, Herzschlag oder Emotionen. Bei Autismus oft abgeschwächt oder verändert.
K
Komorbide Störungen
📋 Diagnose
Gleichzeitig vorhandene Diagnosen neben Autismus – z. B. ADHS, Depression, Angststörung, Epilepsie oder Essstörungen.
L
Late Diagnosis / Spätdiagnose
📋 Diagnose
Diagnose erst im Erwachsenenalter (oft mit 30, 40 oder 50+). Sehr häufig bei Frauen und bei Menschen mit starkem Masking.
Level 1, 2, 3Unterstützungsbedarf
🧩 Grundbegriffe
Aktuelle Einstufung im DSM-5: Level 1 = braucht etwas Unterstützung, Level 2 = braucht deutliche Unterstützung, Level 3 = braucht sehr viel Unterstützung.
Literalität
💬 Kommunikation
Alles wörtlich nehmen. Sarkasmus, Ironie und Redewendungen wie „Hals- und Beinbruch“ werden oft nicht erkannt.
Low-Demand Approach
🌿 Therapie
Ansatz, bei dem Anforderungen auf ein Minimum reduziert werden – besonders wirksam bei PDA oder Autistic Burnout.
M
Masking / Camouflaging
🔄 Verhalten
Autistisches Verhalten bewusst oder automatisch verstecken, um sozial „normal“ zu wirken. Besonders stark bei Frauen – führt langfristig zu Burnout.
Masking-Effekt in der Diagnostik
📋 Diagnose
Starkes Masking während eines Diagnosetests kann dazu führen, dass die Autismus-Diagnose übersehen wird – besonders bei Erwachsenen.
Meltdown
🔄 Verhalten
Totaler Überlastungs-Zusammenbruch des Nervensystems – Schreien, Weinen, Aggression. Kein Wutanfall, sondern eine Notreaktion auf Überforderung.
Meltdown Management
👨‍👩‍👧 Familie
Strategien, wie Begleitpersonen in Krisen ruhig und unterstützend bleiben: kein Reden, kein Körperkontakt, Raum geben, Reize reduzieren.
Monotropism
🧠 Kognition
Die Aufmerksamkeit ist intensiv auf wenige Dinge gleichzeitig gerichtet. Erklärt Hyperfokus, Special Interests und Schwierigkeiten beim Wechseln.
N
Neuroaffirmativ
🧩 Grundbegriffe
Eine Haltung, die Autismus als natürliche menschliche Variation begreift – nicht als Defizit, das geheilt werden muss.
Neuroaffirmative Therapie
🌿 Therapie
Therapie, die autistische Menschen in ihrem Sein unterstützt, anstatt sie anzupassen. Fokus auf Stärken und Selbstakzeptanz.
Neurodiverse Familie
👨‍👩‍👧 Familie
Eine Familie, in der sowohl autistische/neurodivergente als auch neurotypische Mitglieder leben – mit eigenen Dynamiken und Stärken.
Neurodivergenz
🧩 Grundbegriffe
Das Gehirn funktioniert anders als der gesellschaftliche Durchschnitt. Autismus, ADHS, Legasthenie, Dyskalkulie u. a. gehören dazu.
Neurotypisch (NT)
🧩 Grundbegriffe
Menschen, deren Gehirn und Verhalten der gesellschaftlichen „Norm“ entspricht – im Gegensatz zu neurodivergenten Menschen.
P
Parallel Play
🔄 Verhalten
Nebeneinander spielen oder arbeiten, ohne direkt zu interagieren – für viele autistische Menschen eine angenehme Form von Zusammensein.
Parentified Child
👨‍👩‍👧 Familie
Ein Kind, das zu früh Verantwortung für Geschwister oder Eltern übernimmt – kann bei autistischen Kindern die eigene Entwicklung belasten.
Pathological Demand Avoidance (PDA)
❤️ Emotion
Starke, oft angstgetriebene Vermeidung von Anforderungen und Erwartungen – auch von angenehmen Dingen. Eigenes Profil im Autismus-Spektrum.
PECSPicture Exchange Communication System
🌿 Therapie
Bildkommunikationssystem für nicht-sprechende oder wenig sprechende autistische Menschen.
Peer Support
🌿 Therapie
Austausch mit anderen autistischen Menschen – sehr wirksam und entlastend, weil man nicht erklären muss und wirklich verstanden wird.
People Pleasing
♀️ Frauen & Diagnose
Starkes Bedürfnis, es anderen recht zu machen – oft erlerntes Masking, um Konflikte zu vermeiden und soziale Akzeptanz zu sichern.
Post-Diagnostic Support
📋 Diagnose
Unterstützung nach der Diagnose – besonders im Erwachsenenalter sehr wichtig und leider noch zu selten verfügbar.
Propriozeption
👂 Sensorik
Das Gefühl für die eigene Körperposition im Raum. Bei Autismus kann dieses System abweichend funktionieren (z. B. ungeschickter Eindruck).
R
RAADS-RRitvo Autism & Asperger Diagnostic Scale
📋 Diagnose
Häufig verwendeter Fragebogen für die Autismus-Diagnostik bei Erwachsenen.
Rejection Sensitive Dysphoria (RSD)
❤️ Emotion
Extrem starke emotionale Reaktion auf Ablehnung oder Kritik – ob real oder nur gefühlt. Häufig bei AuDHD.
Retrospective Diagnosis
📋 Diagnose
Rückwirkende Betrachtung der Kindheit anhand alter Berichte, Fotos und Erinnerungen – um frühe Muster zu erkennen.
S
Savant-Skills
🧠 Kognition
Außergewöhnliche Fähigkeiten in einem Bereich – z. B. Rechnen, Musik, Gedächtnis oder Zeichnen. Kommen nicht bei allen Autisten vor.
Sensory Diet
👂 Sensorik
Individuelle „Sinnesernährung“: gezielte Reize und Aktivitäten, die helfen, das Nervensystem im Gleichgewicht zu halten.
Sensory Overload
👂 Sensorik
Sinnesüberflutung durch zu viele oder zu intensive Reize – führt oft zu Meltdown oder Shutdown.
Sensory Seeking
👂 Sensorik
Aktives Suchen nach bestimmten Reizen (z. B. Druck, Bewegung, Gerüche), um sich zu regulieren oder zu stimulieren.
Shutdown
🔄 Verhalten
Der Körper „fährt herunter“ – Betroffene werden still, unbeweglich, können nicht sprechen oder reagieren. Kein Rückzug aus Böswilligkeit.
Social Exhaustion
♀️ Frauen & Diagnose
Starke Erschöpfung nach sozialen Interaktionen – auch „peopling“ genannt. Typisch nach Schultag, Arbeitszeit oder Familientreffen.
Special Interest
🔄 Verhalten
Extrem starkes, tiefgehendes Interesse für ein Thema. Kann lebenslang andauern oder sich verändern. Quelle von Freude und Expertise.
Spoon Theory
🧠 Kognition
Modell zur Erklärung begrenzter Energie: Jede Handlung kostet „Löffel“ – wer wenig Löffel hat, muss priorisieren.
StimmingSelf-Stimulating Behavior
🔄 Verhalten
Wiederholende Bewegungen, Geräusche oder Handlungen, die beruhigen oder Freude machen – z. B. Hände flattern, schaukeln, summen, kauen.
Subklinischer Autismus
📋 Diagnose
Leichtere Ausprägung, die früher nicht als Autismus erkannt wurde – oft erst im Erwachsenenalter diagnostiziert.
T
TEACCHTreatment and Education of Autistic Children
🌿 Therapie
Strukturierte Förderung mit visuellen Hilfen und klaren Abläufen – besonders bei höherem Unterstützungsbedarf bewährt.
Theory of Mind (ToM)
💬 Kommunikation
Die Fähigkeit, sich in die Gedanken und Gefühle anderer hineinzuversetzen. Bei Autismus oft anders ausgeprägt – nicht fehlend, sondern unterschiedlich.
Twice-Exceptional (2e)
🧩 Grundbegriffe
Autistisch und gleichzeitig hochbegabt oder autistisch mit einer anderen Besonderheit (z. B. ADHS, Hochsensibilität). Oft schwierig zu diagnostizieren.
V
Vestibularsystem
👂 Sensorik
Gleichgewichtssinn: verarbeitet Drehen, Schaukeln, Höhen, Bewegung. Bei Autismus oft über- oder unterempfindlich.
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