Pflegegrad-Rechner bei Autismus – Orientierung & Einschätzung
Mit unserem Pflegegrad-Rechner kannst du in wenigen Minuten einschätzen, welcher Pflegegrad bei Autismus realistisch ist. Der Pflegegrad-Rechner orientiert sich an den sechs offiziellen Begutachtungsmodulen nach § 15 SGB XI und berücksichtigt typische Autismus-Merkmale wie Reizverarbeitung, Masking und Alltagsstruktur. Am Ende erhältst du einen PDF-Bericht zur Vorbereitung auf die Begutachtung.
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Pflegegrad-Rechner bei Autismus
Dieser Pflegegrad-Rechner nutzt alle offiziellen Kriterien des Begutachtungsinstruments nach § 15 SGB XI – vollständig und NBA-konform nach den GKV-Begutachtungsrichtlinien. Beantworte alle Module und erhalte am Ende eine fundierte Einschätzung inkl. PDF-Bericht.
Pflegegrad-Rechner: Die 6 Module der Begutachtung nach § 15 SGB XI
🧠 Modul 1
Mobilität
5 Kriterien · Gewichtung 10 %
⚡ Modul 2
Kognitive & kommunikative Fähigkeiten
11 Kriterien · Gewichtung 15 %
🌀 Modul 3
Verhaltensweisen & psychische Problemlagen
13 Kriterien · Gewichtung 15 %
🙌 Modul 4
Selbstversorgung
13 Kriterien · Gewichtung 40 %
🏠 Modul 5
Umgang mit therapiebedingten Anforderungen
16 Kriterien · Gewichtung 20 %
👥 Modul 6
Alltagsleben & soziale Kontakte
6 Kriterien · Gewichtung 15 %
📋 Was dieser Rechner leistet
Alle offiziellen Kriterien des Begutachtungsinstruments nach § 15 SGB XI – vollständig nach den GKV-Begutachtungsrichtlinien. Am Ende erhältst du einen PDF-Bericht mit allen Angaben.
🎯 So nutzt du das Ergebnis
Das Ergebnis hilft, die eigene Situation einzuschätzen und sich gezielt auf die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst vorzubereiten.
⚠️Hinweis: Die Berechnung dient ausschließlich der ersten Orientierung und ersetzt keine offizielle Begutachtung oder professionelle Pflegeberatung. Weitere Informationen: Pflegegrad bei Autismus beantragen.
0
Start
1
Mobilität
2
Kognition
3
Verhalten
4
Selbstvers.
5
Therapie
6
Alltag
✓
Ergebnis
👤
Angaben zur Person
🧑 Erwachsene Person
Jugendliche ab 18 oder Erwachsene
🧒 Kind / Jugendlicher
Vergleich mit gleichaltrigen Kindern ohne Beeinträchtigung
Beantworte die Fragen so, wie die Situation in den letzten Wochen üblicherweise war – nicht an einem besonders guten oder schlechten Tag.
2.4 Erinnern an wesentliche Ereignisse oder Beobachtungen Fähigkeit, sich an kurz- und längerfristige Ereignisse zu erinnern
2.5 Steuern von mehrschrittigen Alltagshandlungen Fähigkeit, zielgerichtete Handlungen in einer Abfolge von Teilschritten zu steuern
2.6 Treffen von Entscheidungen im Alltag Fähigkeit, folgerichtige und geeignete Entscheidungen im Alltag zu treffen
2.7 Verstehen von Sachverhalten und Informationen Fähigkeit, Sachverhalte zu verstehen und Informationen einordnen zu können
2.8 Erkennen von Risiken und Gefahren Fähigkeit, Risiken und Gefahren zu erkennen und einzuschätzen
2.9 Mitteilen von elementaren Bedürfnissen Fähigkeit, elementare Bedürfnisse verbal oder nonverbal mitzuteilen
2.10 Verstehen von Aufforderungen Fähigkeit, Aufforderungen in Bezug auf alltägliche Grundbedürfnisse zu verstehen
2.11 Beteiligen an einem Gespräch Fähigkeit, Gesprächsinhalte aufzunehmen, sinngerecht zu antworten und Inhalte einzubringen
3
Verhaltensweisen & psychische Problemlagen
0 Pkt.
Bei Autismus besonders relevant: Wie oft benötigst du personelle Unterstützung bei diesen Verhaltensweisen? Gewichtung: 15 % (gemeinsam mit Modul 2 – höherer Wert zählt).
3.1 Motorisch geprägte Verhaltensauffälligkeiten z. B. zielloses Umhergehen, ständiges Aufstehen/Hinsetzen, Stimming mit Gefährdung
3.2 Nächtliche Unruhe z. B. nächtliches Umherirren, Umkehr des Tag-Nacht-Rhythmus, nächtliche Unruhephasen
3.3 Selbstschädigendes oder autoaggressives Verhalten z. B. Selbstverletzung, Beißen, Kratzen, Kopfschlagen
3.4 Beschädigen von Gegenständen z. B. aggressives Wegstoßen, Schlagen, Zerstören von Gegenständen
3.5 Physisch aggressives Verhalten gegenüber anderen Personen z. B. Schlagen, Treten, Stoßen, Wegdrängen anderer Personen
3.6 Verbale Aggression z. B. verbale Beschimpfungen oder Bedrohung anderer Personen
3.7 Andere pflegerelevante vokale Auffälligkeiten z. B. ständiges Rufen, Schreien, Wiederholen von Sätzen
3.8 Abwehr pflegerischer und anderer unterstützender Maßnahmen z. B. Verweigerung von Pflege, Nahrungs-/Medikamentenaufnahme
3.9 Wahnvorstellungen z. B. Vorstellung, verfolgt, bedroht oder bestohlen zu werden
3.10 Ängste Starke Ängste, Sorgen und Angstattacken, die wiederkehrend und bedrohlich erlebt werden – incl. Meltdowns, Shutdowns
3.11 Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage z. B. kaum Interesse, kaum Eigeninitiative, wirkt traurig oder apathisch
3.12 Sozial inadäquate Verhaltensweisen z. B. distanzloses Verhalten, unangemessenes Einfordern von Aufmerksamkeit
3.13 Sonstige pflegerelevante inadäquate Handlungen z. B. Nesteln, planlose Aktivitäten, Verstecken von Gegenständen
4
Selbstversorgung
0 Pkt.
Das wichtigste Modul – Gewichtung: 40 %. Hinweis: Einige Kriterien haben andere Punktwerte (z. B. Essen bis 9 Pkt., Trinken/Toilette bis 6 Pkt.).
4.1 Waschen des vorderen Oberkörpers Hände, Gesicht, Hals, Arme, Achselhöhlen, vorderer Brustbereich waschen und abtrocknen
4.2 Körperpflege im Bereich des Kopfes Kämmen, Zahnpflege, Prothesenreinigung, Rasieren
4.3 Waschen des Intimbereichs
4.4 Duschen und Baden einschließlich Waschen der Haare
4.5 An- und Auskleiden des Oberkörpers Unterhemd, T-Shirt, Hemd, Pullover, Jacke, Schlafanzug etc.
4.6 An- und Auskleiden des Unterkörpers Unterwäsche, Hose, Rock, Strümpfe, Schuhe
4.7 Mundgerechtes Zubereiten der Nahrung und Eingießen von Getränken Zerteilen von Nahrung, Eingießen von Getränken
4.10 Benutzen einer Toilette oder eines Toilettenstuhls Gehen zur Toilette, Hinsetzen, Intimhygiene, Richten der Kleidung (Punkte: 0/2/4/6)
4.11 Bewältigen der Folgen einer Harninkontinenz Inkontinenzsysteme sachgerecht verwenden. Falls nicht vorhanden/nicht erforderlich: „entfällt“
4.12 Bewältigen der Folgen einer Stuhlinkontinenz Inkontinenzsysteme sachgerecht verwenden. Falls nicht vorhanden: „entfällt“
4.13 Ernährung parenteral oder über Sonde Ernährung über Port oder PEG. Fixiert: Ausschließlich = 6 Punkte, Zusätzlich = 3 Punkte
5
Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen
0 Pkt.
Gewichtung: 20 %. Bewertet wird die Häufigkeit der ärztlich verordneten Behandlungen, die für mindestens 6 Monate notwendig sind und bei denen personelle Unterstützung benötigt wird.
6.1 Gestaltung des Tagesablaufs und Anpassung an Veränderungen Den Tagesablauf nach eigenen Gewohnheiten einteilen und an äußere Veränderungen anpassen
6.2 Ruhen und Schlafen Einen Tag-Nacht-Rhythmus einhalten und für ausreichende Ruhe- und Schlafphasen sorgen
6.3 Sich beschäftigen Die verfügbare Zeit mit Aktivitäten verbringen, die den eigenen Vorlieben entsprechen
6.4 Vornehmen von in die Zukunft gerichteten Planungen Über den Tag hinaus planen und längere Zeitabschnitte überschauen
6.5 Interaktion mit Personen im direkten Kontakt Im direkten Kontakt mit Angehörigen, Pflegepersonen oder Besuchern umgehen, Kontakt aufnehmen
6.6 Kontaktpflege zu Personen außerhalb des direkten Umfelds Bestehende Kontakte zu Freunden, Bekannten, Nachbarn aufrechterhalten oder zeitweise ablehnen
Geschätzter Pflegegrad
—
⚠️ Hinweis: Diese Schätzung basiert auf den offiziellen NBA-Gewichtungen nach § 15 SGB XI. Sie kann von der tatsächlichen Begutachtung durch den Medizinischen Dienst abweichen und ersetzt keine professionelle Pflegeberatung.
💬 Kann man bei Autismus einen Pflegegrad bekommen?▾
Ja. Menschen im Autismus-Spektrum können je nach Unterstützungsbedarf im Alltag einen Pflegegrad erhalten. Entscheidend ist nicht die Diagnose, sondern wie stark die Selbstständigkeit im Alltag eingeschränkt ist. Mehr dazu: Pflegegrad bei Autismus beantragen.
💬 Ist Autismus allein ausreichend für einen Pflegegrad?▾
Nein. Die Diagnose allein entscheidet nicht. Entscheidend ist, wie stark die Selbstständigkeit und der Alltag beeinträchtigt sind. Auch Reizüberflutung, Meltdowns und erschöpfendes Masking werden bewertet.
💬 Warum nutzt der Pflegegrad-Rechner alle offiziellen Kriterien?▾
Dieser Rechner bildet alle offiziellen Kriterien, Bewertungsmaßstäbe und Rechenwege der GKV-Begutachtungsrichtlinien ab. Er basiert vollständig auf dem gesetzlichen Begutachtungsinstrument nach § 15 SGB XI und berechnet das Ergebnis nach der offiziellen Anlage-2-Stufentabelle – damit ist er so nah an der echten Begutachtung wie möglich.
💬 Warum werden Modul 2 und 3 gemeinsam bewertet?▾
Nach § 15 Abs. 3 Satz 2 SGB XI werden Modul 2 (Kognitive und kommunikative Fähigkeiten) und Modul 3 (Verhaltensweisen und psychische Problemlagen) als gemeinsame Gruppe behandelt. Von beiden fließt nur das höhere Ergebnis in die Gesamtpunktzahl ein – das andere wird vollständig ignoriert. Dieses Ergebnis zeigt der Rechner am Ende transparent an.
💬 Welche Bereiche werden beim Pflegegrad bewertet?▾
Die Begutachtung erfolgt in sechs Modulen: Mobilität (10 %), Kognition & Kommunikation / Verhalten & Psyche gemeinsam (15 %), Selbstversorgung (40 %), Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen (20 %) und Alltagsleben & soziale Kontakte (15 %).
💬 Können auch Erwachsene mit Autismus einen Pflegegrad erhalten?▾
Ja. Auch Jugendliche und Erwachsene können Anspruch haben – unabhängig davon, ob sie berufstätig sind oder alleine leben. Bei Spätdiagnose oder Masking wird der Aufwand häufig unterschätzt.
💬 Wird Masking bei der Pflegebegutachtung berücksichtigt?▾
Masking wird häufig übersehen, weil Betroffene nach außen funktionsfähig wirken. Deshalb ist es wichtig, Schwierigkeiten und Erschöpfung im Alltag konkret zu dokumentieren – auch wenn Einschränkungen für andere unsichtbar sind. Mehr: Masking bei Frauen und Mädchen.
💬 Was kann ich tun, wenn der Pflegegrad abgelehnt wird?▾
Gegen den Bescheid kann innerhalb von einem Monat Widerspruch eingelegt werden. Dabei helfen konkretere Alltagsschilderungen, ergänzende Berichte von Ärzten und Therapeuten sowie Unterstützung durch Sozialverbände oder kostenlose Pflegeberatungsstellen. Mehr: Widerspruch einlegen.
💬 Ab welchem Pflegegrad gibt es Pflegegeld – und wie viel?▾
Pflegegeld gibt es ab Pflegegrad 2, wenn die Pflege durch eine private Person erfolgt. Seit Januar 2025 (gelten auch 2026):
Pflegegrad 2: 347 €
Pflegegrad 3: 599 €
Pflegegrad 4: 800 €
Pflegegrad 5: 990 €
Pflegegrad 1 berechtigt zum Entlastungsbetrag von 131 € monatlich.
💡
Tipp: Gut vorbereitet zur Begutachtung
Lade dir die kostenlosen Checklisten herunter und nutze sie für die Vorbereitung auf den Begutachtungstermin. Je konkreter du deinen Alltag schilderst, desto besser kann der Gutachter deinen tatsächlichen Unterstützungsbedarf einschätzen.
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### Die wichtigsten Änderungen im Detail:
1. **Sonden-Fix (Modul 4):** Die Skalen-Werte wurden gedreht (`[0, 0, 3, 6]`), sodass "Ausschließlich" nun mathematisch korrekt die vollen **6 Punkte** liefert und "Zusätzlich" die **3 Punkte**[cite: 245].
2. **Exakte Modul-5-Logik:** Die alte Pauschalierung wurde entfernt. Jedes der 16 Kriterien hat nun ein eigenes Auswahlfeld im Frontend[cite: 331, 337, 352, 355, 356, 358, 360, 384, 394, 399, 404, 422]. Die Funktion `calcModul5Raw()` bündelt die Antworten im Hintergrund minutengenau in die drei gesetzlichen Blöcke (Tagesbehandlungen, Wochen-/Monatsinterventionen, Arztbesuche multipliziert mit den Faktoren `4.3`, `8.6` bzw. `1` und `2`) und berechnet über die Hilfstabellen die mathematisch korrekte Rohpunktzahl (maximal 15 Punkte)[cite: 369, 388, 411, 423, 424, 425, 426].
3. **Ausnahmefall Härtefall (PG 5):** Auf der Startseite befindet sich nun eine unaufdringliche Checkbox für die "Besondere Bedarfskonstellation" (völlige Lähmung/Gebrauchsunfähigkeit beider Arme und Beine)[cite: 25]. Wird diese aktiviert, überspringt der Rechner am Ende die Standard-Punkteschwelle und gibt direkt **Pflegegrad 5** aus[cite: 15, 25].
4. **Dynamischer PDF-Bericht:** Der PDF-Generator wurde erweitert, um die neue 16-Fragen-Struktur aus Modul 5 fehlerfrei abzubilden. Auch der Härtefall-Status wird sauber in den Bericht übernommen.
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