CAT-Q Masking Test

🎭 Wissenschaftlich validiert · Hull et al. 2019

Der CAT-Q (Camouflaging Autistic Traits Questionnaire) misst, wie stark du in sozialen Situationen Masking oder Camouflaging einsetzt – also autistische Eigenschaften verbirgst oder kompensierst. Der Test besteht aus 25 Aussagen, die du auf einer 7-Punkte-Skala bewertest. Er wurde von Laura Hull und Kolleginnen an der UCL entwickelt und 2019 im Journal of Autism and Developmental Disorders veröffentlicht.

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Lizenz: Die Fragen basieren auf dem CAT-Q von Hull et al. (2019), J Autism Dev Disord, 49(3), 819–833, lizenziert unter CC BY 4.0. Die Items wurden ins Deutsche übersetzt; Auswertung ergänzt von autismus-ratgeber.de.

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Kompensation
Aktive Strategien zum Ausgleich sozialer Schwierigkeiten (z. B. Scripting, Imitation)
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Masking
Aktives Verbergen autistischer Merkmale, um neurotypisch zu wirken
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Assimilation
Versuche, sich in soziale Situationen einzufügen und dazuzupassen
Frage 1 von 25
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Dein CAT-Q Ergebnis

Gesamtpunktzahl (Skala: 25–175 · Schwellenwert: 100)
25 (kein Masking) 175 (sehr starkes Masking)
Kompensation
von 63 möglichen Punkten
Masking
von 56 möglichen Punkten
Assimilation
von 56 möglichen Punkten

Was bedeutet dein Ergebnis?

Vergleichswerte (Hull et al. 2019): Autistische Erwachsene erzielen im Durchschnitt Gesamtwerte zwischen 114 (Männer) und 124 (Frauen). Nicht-autistische Erwachsene erzielen im Durchschnitt Werte zwischen 96 (Männer) und 100 (Frauen). Ein Wert ab 100 gilt als Hinweis auf bedeutsames Camouflaging.
⚠️ Wichtig: Dieser Test ist ein Screening-Instrument – kein Diagnosewerkzeug. Ein hoher Wert bedeutet nicht automatisch, dass du autistisch bist. Masking kann auch bei sozialer Angststörung auftreten. Für eine Diagnose ist immer eine Fachkraft notwendig.

Häufige Fragen zum CAT-Q

Der CAT-Q (Camouflaging Autistic Traits Questionnaire) misst das Ausmaß, in dem eine Person soziales Camouflaging einsetzt – also Strategien, um autistische Eigenschaften in sozialen Situationen zu verbergen oder auszugleichen. Er umfasst drei Subskalen: Kompensation (aktives Ausgleichen sozialer Schwierigkeiten), Masking (Verbergen autistischer Merkmale) und Assimilation (sich Einpassen in soziale Situationen). Die Gesamtpunktzahl reicht von 25 bis 175.
Der CAT-Q wurde von Dr. Laura Hull und Kolleginnen (Mandy, Lai, Baron-Cohen, Allison, Smith, Petrides) an der University College London (UCL) entwickelt. Die Validierungsstudie erschien 2019 im Journal of Autism and Developmental Disorders (DOI: 10.1007/s10803-018-3792-6). Der Test wurde an 354 autistischen und 478 nicht-autistischen Erwachsenen validiert.
Ein Gesamtwert von 100 oder mehr gilt in der Forschung als Hinweis auf bedeutsames Camouflaging autistischer Eigenschaften. Autistische Erwachsene erzielen im Durchschnitt Werte zwischen 114 (Männer) und 124 (Frauen). Ein hoher Wert bedeutet nicht automatisch, dass eine Person autistisch ist – Camouflaging tritt auch bei sozialer Angststörung auf. Für eine Diagnose ist immer eine qualifizierte Fachkraft notwendig.
Einige Aussagen des CAT-Q sind so formuliert, dass Zustimmung weniger Camouflaging bedeutet (z. B. „Ich fühle mich frei, ich selbst zu sein“). Diese Items (3, 12, 19, 22, 24) werden umgekehrt bewertet, um ein konsistentes Gesamtbild zu gewährleisten und sogenannte Antwortsetz-Effekte zu vermeiden. Die Berechnung erfolgt automatisch.
Der CAT-Q zeigt eine hohe innere Konsistenz: Cronbach’s α = 0,94 (Gesamtskala), 0,91 (Kompensation), 0,85 (Masking) und 0,92 (Assimilation). Die Test-Retest-Reliabilität ist gut – bei einer Wiederholungsmessung nach 3 Monaten ergaben sich keine signifikanten Unterschiede. Der Test ist messäquivalent für Männer und Frauen sowie für autistische und nicht-autistische Gruppen.
Der CAT-Q wurde für Erwachsene ab 16 Jahren mit durchschnittlicher bis überdurchschnittlicher Intelligenz entwickelt. Er ist besonders relevant für Frauen, geschlechtlich diverse Personen und Menschen, die möglicherweise autistisch sind, aber bisher keine Diagnose erhalten haben. Er ist nicht geeignet für Personen mit erheblichen Sprachschwierigkeiten oder geistiger Behinderung, da Selbstreflexion über das eigene Verhalten vorausgesetzt wird.
Dauerhaftes Masking ist mit erhöhtem Risiko für autistischen Burnout, Angststörungen und Depression verbunden. Forschung zeigt: 72 % der stark maskierenden autistischen Erwachsenen überschreiten den klinischen Schwellenwert für erhöhtes Suizidrisiko (Hull et al. 2019). Masking erfordert enorme kognitive Ressourcen und führt langfristig zu Erschöpfung. Mehr dazu: Masking bei Autismus.
Urheberrecht & Lizenz (Pflichtangabe)

Die Fragen dieses Tests stammen aus dem Camouflaging Autistic Traits Questionnaire (CAT-Q), entwickelt von Laura Hull, William Mandy, Meng-Chuan Lai, Simon Baron-Cohen, Carrie Allison, Paula Smith und K. V. Petrides, University College London (UCL), 2019.

Originalquelle:
Hull, L., Mandy, W., Lai, M.-C., Baron-Cohen, S., Allison, C., Smith, P., & Petrides, K. V. (2019). Development and Validation of the Camouflaging Autistic Traits Questionnaire (CAT-Q). Journal of Autism and Developmental Disorders, 49(3), 819–833. DOI: 10.1007/s10803-018-3792-6 · Volltext auf PubMed Central

Lizenz: Dieser Test wird unter den Bedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0) verwendet, die Nutzung, Weitergabe und Bearbeitung in jedem Medium und Format erlaubt, sofern die Urheber korrekt genannt werden.

Änderungen gegenüber dem Original: Die 25 Items wurden für autismus-ratgeber.de ins Deutsche übersetzt. Eine automatische Auswertung, Ergebnisinterpretation und Erläuterungen wurden von autismus-ratgeber.de ergänzt. Der originale Fragebogen und das Scoring-System (Hull et al. 2019) wurden inhaltlich nicht verändert. © Hull et al. 2019, Journal of Autism and Developmental Disorders / Springer Nature.

Weitere wissenschaftliche Quellen

  • Hull, L. et al. (2021). Camouflaging in autism: A systematic review. Clinical Psychology Review. DOI: 10.1016/j.cpr.2021.102080
  • Hull, L. et al. (2019). Gender differences in self-reported camouflaging in autistic and non-autistic adults. Autism, 24(2), 352–363. DOI: 10.1177/1362361319864804

Haftungsausschluss: Dieser Test dient ausschließlich der allgemeinen Information und ist kein Ersatz für eine professionelle Diagnose. Für eine Autismus-Diagnose ist immer eine qualifizierte Fachkraft notwendig. autismus-ratgeber.de übernimmt keine Haftung für Entscheidungen, die auf Basis dieses Screening-Tools getroffen werden. Datenschutz: Alle Antworten werden ausschließlich lokal im Browser verarbeitet. Es werden keine Daten gespeichert oder übertragen.

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